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Donnerstag, 12. August 2010

Der Raketenantrieb: Neue technologische Horizonte- altbekannte Schwierigkeiten

Seit den 40-er Jahren des 20. Jahrhunderts nutzt die Menschheit die Raketentechnologie für die fast grenzenlose Bewegung im dreidimensionalen Raum. Als schlagkräftige Waffen gewährleisteten sie der deutschen Wehrmacht monatelang eine militärische Ueberlegenheit, im Dienst der wissenschaftlichen Forschung revolutionierten sie die Erkundung des Weltraums. Durch die Sprengung mancher wissenschafts- und kriegstechnologischer Schranken wurde die Welt von Raketen in ein neues Zeitalter befördert.

Funktionsprinzip einer Rakete

Im Idealfall als möglichst luftwiderstandsfreier Flugkörper wird eine Rakete nach dem physikalischen Rückstossgesetz durch den Raum geschoben. Das Grundprinzip lässt sich durch den Impulsausgleich zweier sich von einander abstossenden Körper erklären: Wird eine Masse in eine Richtung abgestossen, erhält diese einen Impuls, während das abstossende O
bjekt sich einen Gegenimpuls in die andere Richtung zufügt. Z.B. ein fahrendes Schiff verschafft sich Impuls, indem es das Wasser zurückstösst bzw. dem Wasser einen Gegenimpuls versetzt. Das Gesetz kann in einem Flüssigkeitsbild veranschaulicht werden: Die physikalischen Gesetze werden in einem einfachen Flüssigkeitsbild (zwei Töpfe mit Wasser und einem Verbindungsschlauch) repräsentativ dargestellt. Die Breiten der Gefässe representieren die Massen, die Füllhöhen über bzw. unter der schwarzen "Null-Linie" stellen die Abstossgeschwindigkeiten der bewegten Körper dar. Je grösser der Impuls (Produkt von Geschwindigkeit mal Masse) in die eine Richtung wirkt, desto grösser ist der Gegenimpuls in die andere Richtung (im Bild blau eingefärbt). Der Raketenantrieb ist die einzige Technologie, um sich im leeren Raum fortzubewegen. Der Impuls kann durch beidseitige Massenverschiebung erfolgen, nach dem Prinzip einer Wasserrakete; Der Körper stösst einen Teil der eigenen Masse ab. Impuls kann aber auch durch einen Druck (1 Pa = 1 kg/m^2) erzeugt werden, der das Objekt forttreibt, ohne dass dabei die Abstossung einer Masse relevant ist. Letztere Methode ist viel effizienter und wird normalerweise angewendet. Da Raketenantriebe nicht mit Luftverdrängung arbeiten, konstruiert man Raketen möglichst aerodynamisch, mit einem tiefen cw- Wert (Luftwiderstandskoeffizient).

historische Entwicklung

Not macht erfinderisch:
Auch wenn in Deutschland bereits ab Mitte der 30-er Jahren ein Entwicklungsprogramm für die Raumfahrt gefördert wurde, wurden in diesem Bereich erst dann konkrete Fortschritte realisiert, als die Probleme schon eingetroffen waren.
Der Marschflugkörper Fieseler Fi 103:

Er war das umgangssprachlich als "Vergeltungswaffe (V1)" bekannte Vorgängermodell der modernen Rakete. Dieses unbemannte Flugobjekt ist nicht als Rakete im eigentlichen Sinne zu verstehen, da dieses Gerät nur unter ständiger Einwirkung des Luftwiderstandes fliegen konnte, daher brauchte sie für den Start auch eine Rampe, um unter ihren Tragflächen einen ausreichenden Luftstau zu erzeugen. Lenkungstechnisch war die V1 jedoch ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der heutigen Rakete: Der primitive Autopilot war bereits in der Lage, das Ziel ungefähr zu treffen.

Im Wesentlichen arbeitet der Autopilot mit einem Gyroskop (Kreiselkompass, der sich unabhängig vom geomagnetischen Feld an der Rotationsachse der Erde orientiert durch das Gesetz der Drehimpulserhaltung (kg*m^2*s^-1)). Ausserdem ist ein Anemometer- Zählpropeller (ermittelt die geflogene Strecke durch den Luftstrom) vorne an der Spitze des Flugkörpers angebracht. Für den Schub sorgt das hinten oben angebrachte Verpuffungsstrahltriebwerk- eine für solche Zwecke sinnvolle Billigversion des "normalen" Flugzeugtriebwerks. Im Rumpf des Marschflugkörpers befinden sich zwei mit 150 bar Pressluft gefüllte Kugeln (im Bild hinter den Tragflächen zu sehen), welche den Verbrennungsprozess in Triebwerk aufrecht erhalten: Bei geschlossenen Jalousinen vorne wird das Treibstoff- Luftgemisch durch eine Zündkerze gezündet und das dadurch expandierende Gas nach hinten durch die Schubdüse geleitet. Nach diesem Vorgang sinkt der Ueberdruck im Triebwerk und geschwindigkeitsbedingt steigt er vorne an, was die Jalousinen öffnet und innen wieder für einen automatischen Luftstau sorgt. Objekte, die von einem Trägerflugzeug abgeschossen werden, können daher auf die Druckbehälter verzichten. Die Fieseler Fi 103 wurde im Jahr 1942 von deutschen Waffentechnikern und Aviatikern entwickelt. Propagandaminister Dr. Göbbels erteilte dieser Flugbombe den populistischen Namen "Vergeltungswaffe", da diese als Antwort auf die Bombardierung Hamburgs Hafen gegen britische Truppen in Einsatz kam. Als 1943 die A4- Rakete als zweite Vergeltungswaffe vorgestellt wurde, entschied man sich für die Abkürzungen V1 und V2. Die rund 2'200 kg schwere Fi 103 erreichte eine Geschwindigkeit von 574 km/h, 3 km Flughöhe und eine Reichweite von 370 km. Der Autopilot gewährleistete eine Treffsicherheit von 12 km. Das Flugobjekt war bestückt mit 847 kg Amatol (sehr effiziente Mischung aus TNT und Kunstdünger).



Die Aggregat- Serie:

Der eigentliche Durchbruch in der Raketentechnologie wurde kurz nach der Entwicklung der "V1" im norddeutschen Peenemünde realisiert. Nach den Modellen Aggregat 1,2 und 3, welche den erwünschten Anforderungen nicht entsprachen wurde der Senkrechtstarter A4 als "Vergeltungswaffe 2" vorgestellt. Diese ist eine der technologisch höchst entwickelten Raketen, die bisher gebaut wurden. Antrieb Für den Raketenantrieb muss eine explosive Mischung von 75% Ethylalkohol und 25% Sauerstoff zusammengefügt werden, bevor es in der Brennkammer gezündet und durch die Schubdüse ausgestossen wird. Dafür braucht es eine Pumpe, welche pro Sekunde 150 l Flüssigkeit fördert. Diese Pumpe wird mit einer Hochdruckturbine durch die Zersetzung von Calciumpermanganat und Wasserstoffperoxid angetrieben. Wasserstoffperoxid (H2O2) muss durch eine Kühlung mit komprimiertem Stickstoff transportiert werden. (Das Verfahren ist bekannt aus der U-Boot Technik: 2 H2O2 -> 2 H2O + O2 + Wärme). Wird dieses Gemisch schliesslich verbrannt, entsteht in der Düse eine Temperatur von 2'700°C, weshalb die Brennkammerwände mit Alkoholkanälen gekühlt werden müssen. Als erzielter Effekt herrscht dort ein Ueberdruck von 18 bar, was eine Schubkraft von 270N, im All sogar 300N bewirkt, also ein heute noch aktueller Wert.

Navigation

Am Scheitern der damaligen Funk- und Informatiktechnologie mussten anfänglich begangene Fernsteuerungsversuche als "nicht realisierbar" erklärt werden. Deshalb rüstete man diese Rakete mit einem Autopiloten (Lageregelung) aus, der mit Kreiselsteuerungs- und Schaltuhrtechnik arbeitet. Die Kreiselsteuerung besteht aus rotierenden Scheiben und nutzt das Prinzip der Drehimpulserhaltung, das besagt, dass jeder rotierende Körper zur Erhaltung der Rotationsrichtung bestrebt ist. So kann das unbemannte Gerät gezielt auf seine Reise geschickt werden. Die Schaltuhr bezweckt, dass diese Kreiselsteuerung 3-4 Sekunden nach dem senkrechten Start der Rakete sich in die Richtung so weit neigt, bis das Gerät die erwünschte Flugbahn antritt.



Steuerung und Flugbahnkorrekturen

Beim Versuch, einen Bleistift an seiner Spitze auf einem Finger balancierend aufzuheben, könnte man sich vorstellen, welche kinematische Probleme bei einem Raketenstart auftreten. Auch wenn eine Rakete möglichst symmetrisch konstruiert ist, wird ihre Flugbahn durch äussere Einflüsse schnell abgelenkt, was dauernd auskorrigiert werden muss. Sobald das Fluggerät durch seine Geschwindigkeit einen ausreichenden Luftstrom streift, werden die Steuerruder an den Leitwerkflügeln durch Servomotoren bewegt. In der Startphase, wenn das Flugobjekt noch keine ausreichende Geschwindigkeit hat, müssen die 4 Gasstrahlruder (im Bild rot eingefärbt) die Flugbahnkorrekturen übernehmen.

Materialansprüche

Die 14 m hohe, 12,5 t schwere Boden-zu-Boden-Rakete beschleunigt in der Startphase auf über 1'150 m/sek, also rund 3'700 km/h, bis sie sich auf über 100'000 m.ü.M im Weltall befindet. Dort neigt sie ihren Bug wieder in Richtung Erde und zielt das Feindesland im Sturzflug an, bei dem sie eine Geschwindigkeit von Mach 5 (über 5'000 km/h) erreicht. Das Material muss somit einerseits aufgrund der geflogenen Höhendifferenzen einen Druck- und Temperaturunterschied von 100'000 Pa, bzw. 300°C, sowie aufgrund der Eintrittsgeschwindigkeit in die Troposphäre, bei dem durch die Luftreibung an der Hülle Temperaturen von 600°C entstehen können, aushalten. Auch wenn Der Mantel aus massivem Stahl gebaut ist, die Flüssigkeitstanks doppelt bewandet und das ganze Objekt mit einem Kühlsystem ausgestattet ist, dürfen Sprengstoffe, die bei weniger als 200°C explodieren können, nicht mitgeführt werden. So ist auch die A4/V2 mit 1'000 kg Amatol ausgestattet, was bei diesem heftigen Aufschlag bemerkenswerte Spuren hinterlässt.

nicht realisierte Projekte

Während die Massenproduktion der erfolgreichen A4 von 250 auf 500 Stück pro Monat hätte erhöht werden sollen, wurden in der deutschen Raumfahrtstation in Peenemünde bereits weitere Projekte geplant und getestet. Nach den fallengelassenen Projekten A5- A7 galten die A8. A9 und die A10 als erfolgversprechend. Allerdings wurden diese Raumfahrtkörper aufgrund der für die Deutschen unangenehm werdenden Kriegslage nicht mehr realisiert, d.h. sie kamen nicht mehr über die Planungs- und Testphasen hinaus.

Die A8 wäre eine Trägerrakete für einen Satelliten geworden, der eine Langstrecken- Funkverbindung für Flugobjekte ermöglicht hätte. So hätte man die A4 (V2) funkgesteuert, um den eingeschränkt präzisen Autopiloten zu ersetzen. Weiter strebte man ein global vernetztes Satellitensystem an, wodurch man die Interkontinentalrakete A9 (mit der Trägerrakete A10 ins All geschossen) ans Ziel gelenkt hätte. Die A9/10 hätte man umgangssprachlich als "Amerika- Rakete" bezeichnet, da diese fähig gewesen wäre, Militärstützpunkte der nordamerikanischen Ostküste zu treffen. Die A8 hätte das Satellitensystem (geostationär- orbit) auf 36´000 km Höhe befördern müssen, da so genannte "low-earth-orbit" Systeme mit horizontal bewegenden Körpern schwer realisierbar waren.

Zukünftige Entwicklug

Ob GPS, Telephon- und TV- Uebertragung per Satellit oder die Beobachtung des Weltraumes mit Teleskopen und Raumsonden- Der Mensch ist mittlerweile geübt, die Raumfahrttechnologie für wirtschaftliche, militärische und wissenschaftliche Zwecke zu nutzen. Was vor gut 70 Jahren mühsam erprobt wurde, scheint heute spielerisch beherrschbar zu sein.

Wenn wie jedoch die neulich vom britischen Astrophysiker Stephen Hawking publizierte These betrachten, die den Menschen zum Leben ausserhalb der Erde aufruft, scheint offensichtlich, wie sehr die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Gemäss Aussage des Physik-Prfessors müsse der Mensch in den kommenden 200 Jahren bereit sein, sich langfristig von der Erde zu entfernen und andere Planeten zu besiedeln, wenn er langfristig überleben will. Den engen Zeitplan von 200 Jahren stützt er auf die dem Ende zuneigenden natürlichen Ressourcen und den wachsenden ökologischen Probleme. Der Grundgedanke dieser Behauptung scheint logisch: Noch nie hat eine Spezies sich langfristig erhalten, wenn sie sich nicht mehr weiter ausbreiten konnte. Findet auch der Mensch keine neuen Lebensräume, wird auch er eines Tages nur noch in fossiler From übrigbleiben.

Aus diesem Aspekt hat sich die Menschheit kaum vom Anfangspunkt der Raumfahrtentwicklung fortbewegt. Die neuen Horizonte, die die Raumfahrt uns bisher geliefert hat, hat uns bisher nur zur Kenntnis gebracht, dass wir uns nach wie vor mit anfänglichen Problemen auseinandersetzen müssen.



Quellen:

-Vierteljahresheft für freie Geschichtsforschung, Ausg. 4/1999, Castle Hill Publishers, Bericht über Innovationen von Wernherr von Braun

-luftarchiv.de; Infos über Luftfahrt- und Waffentechnik
-publizierte Informationen des Imperial War Museum, London


Bildmaterial:
Stephan Riediker, London, 2010

Montag, 12. Juli 2010

Mondfahrt: Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen unserer Atmosphäre

Die Durchführung der Mondfarht als Grundlage der Naturwissenschaft soll hier genauer erklärt und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Welche Grundkenntnisse dafür sind vorausgesetzt und welche liefert sie?


Gross war die Euphorie, als der NASA im Jahre 1969 die erste Mondfahrt gelang. Dieses Projekt war das Resultat einer erfolgreichen Kombination zwischen deutscher Raketen- und angelsächsischer Navigationstechnologie. Die Mondfahrt an sich selbst symbolisierte den westlichen Durchhaltewille gegen die Vorherrschaft der der Sovjet Union in Sachen Raumfahrt.

Für mich dient dieses Projekt nicht meinen politischen, sondern meinen naturwissenschaftlichen Interessen. Ausserhalb der Erde, in einer Umwelt mit fundamental anderen Grundbedingungen lassen sich Vorgänge beobachten, die auf der Erde als selbstverständlich wahrgenommen werden und sich daher nur schwer untersuchen lassen. Ich will hiermit nicht nur die Notwendigkeit der Raumfahrt betonen, sondern belegen, dass die Projekte tatsächlich auf dem Mond durchgeführt wurden. Aus diversen Aspekten lässt sich schlussfolgern, dass die Mission eines Raumfahrtprojektes nur auf einem Himmelskörper im All- z.B. auf dem Mond- realisierbar sind.
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Strahlenbelastung ausserhalb der Erdatmosphäre

Ausserhalb der Atmosphäre ist die Erde von einer Magnetosphäre, dem so genannten "Van-Allen-Gürtel" umgeben. Es handelt sich dabei um eine Schicht, in der das Erdmagnetfeld die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes ablenkt. Nur in den Polregionen kann ein Teil des Sonnenwindes bis unter die Exosphäre dringen, wo es unter idealen Bedingungen als Polarlicht sichtbar ist. Ein ungeschützter Mensch würde im Van-Allen-Gürtel tatsächlich getötet werden, wenn er sich lange genug dort aufhielte, da dort die Konzentration diverser, im All weit zerstreuten Strahlen besonders hoch ist. Hochempfindliche elektronische Geräte sowie an Bord befindende Lebewesen müssen daher durch eine ausreichend dicke Stahl- und Bleiwand geschützt werden. Je schneller ein Raumfahrzeug diese elektromagnetische Schicht durchdringt, desto geringer ist das Schadenrisiko seiner Ladung. Eine bemannte Rakete durchschiesst die Magnetosphäre etwa innerhalb einer Stunde.

Ausserhalb dieses Gürtels, also z.B. auf dem Mond ist ein Körper hauptsächlich bei direktem Sonnenlicht der aggresiven kurzwelligen Strahlung ausgesetzt. Da auf dem Mond diverse Extrembedingungen herrschen (Lichteinstrahlung, Temperatur, Vakuum,...), muss ein Schutzanzug ohnehin dermassen resistent konstruiert sein, dass er damit auch einen wesentlichen Teil der Röntgen- und Gammastrahlung abschirmt. Beispielsweise ist es auf dem Mond am Tag durch das Fehlen der Atmosphäre viel heller als auf der Erde, weshalb eine Helmscheibe mit einer Verdunkelungsschicht bedampft ist, was gleichzeitig auch einen gewissen Schutz vor anderer Strahlung bietet.


Verschienenen Studien zufolge gehen Astronauten ein erhöhtes Risiko an Spätfolgen ein, unter Anderem aufgrund dieser Strahlendosis. Allerdings sind davon auch viele andere Personenkreise betroffen, wie z.B. die Bordbesatzung von Langstreckenflugzeugen, die immerhin mehrere Stunden täglich rund drei viertel der gangen Luftmasse unter sich lassen, genau so sind Röntgenstrahlen nicht gerade eine harmlose Angelegenheit. Je nach Interessengruppe werden diese Probleme gerne unter- bzw. übertrieben, da diesbezügliche Ermittlungen schwierig sind, weil so gut wie jeder Mensch sich bei diversen Aktivitäten einer gewissen Strahlendosis dieser Art bereichert.
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Extreme Lichtverhältnisse auf dem Mond


Wie im letzten Abschnitt angedeutet, scheint auf dem Mond die Sonne viel heller als auf der Erde, dies aufgrund des Fehlens der Atmosphäre. Nicht nur die Raumanzüge müssen abgedunkelte Scheiben haben, sondern sämtliche Photos, die dort gemacht wurden, mussten mit einer abgedunkelten Kamera gemacht werden, damit man überhaupt etwas erkennt. So haben Mondbilder grundsätzlich einen anderen optischen Schein, als es tatsächlich auf dem Mond aussieht, da man schwach leuchtende Objekte überhaupt nicht erkennt, wie z.B. der Sternenhimmel. Farbaufnahmen könnten, je nach verdunkeltem Lichtwellenspektrum einen verfälschten Farbton aufweisen und extrem helle Stellen leuchten so stark, dass bei einer Fadenkreuzkamera teilweise das Fadenkreuz überlichtet wird. Die Streuung des Lichtes erfolgt dort also vom Boden aus, was auch eine Veränderung der Schattierungsrichtungen zur Folge hat.

Nice to know: Nachts leuchtet "Vollerde" auf dem Mond rund 20 Mal so stark wie Vollmond auf der Erde, aufgrund der Grössenverhältnissen, Fehlen der Mondatmosphäre und der Lichtstreuung der Erdatmosphäre.

Wir können uns dadurch vorstellen, wie die Welt für uns aussehen würde, wenn der Planet nicht von einer Gashülle umgeben wäre, bzw. welches Weltbild sich für uns ergebe bei einer Veränderung ihrer Dicke, was beispielsweise für eine allfällige Marsmission interessant sein könnte oder bei Veränderungen unserer Erdatmospähre.
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Bewegung eines Körpers im Vakuum


Durch das Vorhandensein der Luft ist man sich gewohnt, dass sich bestimmte Bewegungen nach einem gewissen Schema abspielen. So kann es manchem sehr befremdend vorkommen, dass es auf dem Staubigen Mondboden bei der Apollo11- Landung und beim Start keinen grossen Staubwirbel gab, den man bei diesem immerhin 14,5 Tonnen schweren Objekt erwarten könnte. Dies lässt sich jedoch durch eine einfache Rechnung erklären: Die Gravitationskraft auf dem Mond beträgt etwa einen Sechstel derjenigen der Erde, 14,5 t wiegen dort also gerade mal 2,4 t. Somit wird eine Kraft von 23'500 N benötigt, um die Kapsel abzuheben, angetrieben von einer Schubdüse mit einer Fläche von 1,47m². Daraus folgt, dass der Druck der aus der Schubdüse austretenden Gase etwa 1'600 kg pro m² entspricht, was etwa 16% des Luftdrucks auf Meereshöhe entspricht (1 bar = 100'000 N/m²). Zu berücksichtigen ist auch, dass im Vakuum die aus der Düse austretenden Gase schneller in alle Seiten expandieren als es auf der Erde der Fall wäre.

Nur wenige Schritte vom Landeplatz entfernt zeigte die Mondoberfläche deshalb keine Veränderungen mehr aufgrund des Abgasstrahls des Mondlandegerätes. Das heisst, selbst die Schuhabdrücke der Astronauten blieben so gut wie vollumfänglich erhalten. Dies ist eine Folge der Tatsache, dass sich die Staubkörner, wenn sie weggeschleudert werden, in einer idealen Parabel- Laufbahn wieder zu Boden bewegen und somit nicht lange herumschweben und sich weiträumig verbreiten. Exakt das kann man am Mondfahrzeug beobachten, das durch die Mondstaubwüste fährt: Das schwerere Geröll und der feine Staub fällt bei den Rädern im Gleichtakt in der selben Bahn hinunter, was unter Einfluss einer Gasschicht nicht möglich wäre.

Das Bewegen in einem solchen Druckanzug ist extrem schwerfällig, da durch die Druckunterschiede zwischen aussen und innen der Anzug wie eine Aufgeblasene Hülle wirkt. Wenn man bedenkt, dass wir auf Meereshöhe einem Druck von rund 10'000 kg pro m² ausgesetzt sind, das der Organismus von Natur aus "von innen" ausgleicht, kann man sich vorstellen, welcher Ueberdruck im menschlichen Körper herrschen würde, wenn er sich ohne Schutzhülle im All befände. So war auch beim Aufstellen der US- Fahne zu beobachten, wie schwerfällig sie den Masten in den Boden rammten. Da nach amerikanischer Tradition eine Fahne stets so aussehen sollte, als würde sie im Wind wehen, befestigten sie diese mit einer horizontalen Stange. So kann man am kontinuierlich auspendelnden Flattern der Fahne sehen, wie mühsam der Mast in den Boden gestossen werden musste.
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Untersuchung des mitgenommenen Mondmaterials

Als Untersuchungsmaterial wurde total rund 380 kg Mondgestein auf die Erde gebracht. Einerseits konnten diverse Mineralien wie Tranquilityit und Armalcolit festgestellt werden, also Material, das durchaus auch auf der Erde zu finden ist. Es wurde aber auch das nur bei fehlender Atmosphäre in hohen Mengen auffindbare 3He- sowie weitere teilweise vorher unbekannte Isotope wie das Neptunium 237Np ermittelt. Das Gestein enthält auch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Uran 235U und kurzlebige radioaktive Isotope, verursacht durch die permanente Bestrahlung im All. Damit unterscheiden sich die Mondgesteinsproben chemisch vom Material, welches auf der Erde vermutet werden kann. Ausserdem sind die Mondgesteine mit Einschläge von kleinen Meteoriten in der Grösse on wenigen Kubikmillimetern übersäht- ein Effekt, der auf der Erde in den letzten 4 mia. Jahren dank der Atmosphäre nicht so hätte stattfinden können, da Körper dieser Grösse verglühen würden. Der Mondstaub besteht daher auch aus unverändertem Meteoritenstaub, den es überall gibt und beim Eintritt in die Erdatmosphäre verdampft.
Auch fehlt dem Mondgestein die auf dem Erdgestein übliche Wasserhülle, da das Wasser im Vakuum vollständig verdunstet. Aus den Proben der Apollo-Missionen konnte gemäss Publikation der ETH Zürich das Alter des Mondes auf etwa 4,5 mia. Jahre bestimmt werden.
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Steuerung des Gerätes durch Raketentechnik


Ein Raketenstart ist ein komplexes Zusammenspiel kräfteausgleichender synchronisierter Gegenimpulsströme zu diversen auf den Schwerpunkt des Flugobjektes einwirkenden Kräfte. Zu berücksichtigen ist, dass der Flugkörper nicht nur durch den Wind von aussen, sondern auch innerhalb der Kabine durch sich bewegende Menschen die Laufbahn schnell ändert, sollte der Antrieb dies nicht ausbalancieren können. Bevor die deutsche Wehrmacht anfangs der 1940-er Jahren in Peenemünde ihre Raketentests durchführte, mussten die Raketenwissenschaftler technische Lösungen finden, den auf den Schwerpunkt einwirkenden Kräften permanent entgegenzusteuern, da ohne laufende Korrektur der Flugrichtung die Raketen ihr Ziel nur ungenau trafen, da ihre Flugbahn jeweils vor dem Abschuss berechnet und festgelegt wurde. Um letztendlich den steuerungstechnischen Anforderungen der Raumfahrt gerecht zu werden, brauchte es jedoch gut 2 Jahrzehnte technologische Weiterentwicklung. Je länger die Rakete durch den Luftraum fliegt, desto besser muss sie die von aussen auf sie einwirkende Kräfte mechanisch auskorrigieren. Je länger eine Rakete im All unterwegs ist, desto relevanter ist die Auswuchtung ihre internen Kräfte.





Grundlage der Raketentechnik: die erweiterte Version der Aggregat 4 (A4 oder V2- Rakete) aus dem Jahr 1945 war die erste weltraumtaugliche Rakete, deren Präzision sich aufgrund der damals ungenügenden Computer-, Navigations- und Telekommunikationstechnik in Grenzen hielt. Dies war jedoch nicht im wesentlichen Sinne entscheidend für den Verlauf des Krieges.
(oberes Bild: Fi 103- bzw. V1-Rakete 1942/ unteres Bild: Mondfahrt 1969).




Quelle und Bildmaterial


Vierteljahresheft für freie Geschichtsforschung, Ausgabe 4/02;
Verlag: Castle Hill Publishers (GB)

wissenschaftliche Grundlagen von Germar Rudolf*
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*Der deutsche Chemiker Germar Rudolf befasste sich mit verschiedenen historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts und konnte mit ähnlichen Argumenten, die ich hier dargelegt habe, beweisen, dass die Mondfahrt tatsächlich stattgefunden hat, womit die "Verschwörungstheorie" der Mondfahrtgegner widerlegt wurde. Immerhin hat die NASA mehrere tausend und in rund 20'000 Zulieferungsfirmen total über 300'000 Mitarbeiter beschäftigt, womit man sich vorstellen kann, wie kompliziert es wäre, wenn man ein solches Projekt als geheime Mission durchführen wollte oder wenn sonst etwas von der Oeffentlichkeit kaschiert würde.